Sie sind da.

Als sie letzten Montag nun bei uns in einer ausgedienten Schachtel ankamen, fragte ich mich bereits, ob das denn gut gehen wird. Immerhin willigte ich dem Ganzen immerhin auch ein und trug somit die volle Verantwortung. Das wird schon gut gehen. Ich hatte erst vor nicht so kurzer Zeit eine Begegnung mit ihres gleichen, die leider nicht von langer Dauer war.

Schnell stellte ich fest, dass sie in Wirklichkeit kleiner waren, als ich ursprünglich annahm. Hier musste wohl ein klares Kommunikationsproblem die Ursache für dieses Missverständnis gewesen sein.
Ebenfalls lag zwischen uns ein kleines Kommunikationsproblem, denn die drei waren nicht sonderlich Gesprächig, was nur wenig half mit ihnen warm zu werden. Immerhin durfte ich nun ab jetzt mit ihnen ein Zimmer teilen, damit mussten wir alle klarkommen. Und wenn man sich dabei nicht versteht, kann das echt eine unangenehme Zeit bedeuten und sie machten jetzt nicht auf mich den Eindruck, als würden sie in naher Zukunft wieder ausziehen wollen.

Nun, mit meinem Schicksal abgeschlossen brachte ich die Neulinge in ihr neues Quartier. Völlig verängstigt und dicht aneinander gedrängt hockten sie schon fast komplett bedeckt in der Ecke und beobachteten jeden Schritt den ich tat. Ich machte das gleiche. Nach drei Stunden anschweigen hatten wir alle die Schnauze voll und gingen zu Bett.

Komische Zeitgenossen.

PRÄSENTOLOGIE

Nach dem Sprichwort von Cicely Saunders

„Es geht nicht darum dem Leben mehr Tage zu geben, sondern dem Tag mehr Leben“

 

Wir haben keine Wahl. Wir müssen sein wer wir sind. Der schönste Mensch kann auch hässlich werden. Der hässlichste aber nicht schön. Darum prüfe dein Selbstbildnis in der Einöde der Vergänglichkeit und komme zu dem Schluss das alles Vergebens war. Nicht der starre Blick gen Spiegel sondern die Resonanz deiner Existenz ist ausschlaggebend für die Ästhetik deines Seins. Laufe ich durch die Strasse begegnen mir viele Gesichter mit vielen verschiedenen Geschichten. Keine gleicht der anderen jedoch haben sie alle eins gemeinsam. Die Trivialität des Alltags im Antlitz jeden Individuums.

 

Was macht langes Leben lebenswert? Ist es der dekadent desillussionierte Drang an schlichter Neugier welche menschenhand erschaffenen Fortschritte mir in 50 Jahren ein lächeln auf die Lippen zaubern soll? Kann ich mich in einer habsüchtigen, gierigen, aggressiv chaotischen, ignoranten, dummen, naiven, egoistischen, überheblichen, größenwahnsinnigen und nicht zuletzt ungerechten Weltgesellschaft, welche auf einer von selbstverschuldeten Katastrophen geprägten unlebenswerten Welt lebt, überhaupt an den wenigen restlich verbliebenen so genannten kleinen Dingen erfreuen? Wöge die Freude im Jetzt nicht ein Vielfaches davon?

Keiner kann es wissen. Es liegt aber im Bereich des Möglichen durch einen nicht selbstverschuldeten Zwischenfall dieser Freude beraubt zu werden. In diesem Fall ist jede irdische Freude verfallen und bereuen insofern man noch die Möglichkeit besitzt, wird man es wie nie zuvor etwas bereut zu haben bereuen.

 

Ich beginne meine Existenz, ab der Erkenntnis der unwahrscheinlicher werdenden Freude mit steigendem Alter, mit der Glaubensfindung. „Hedon“, ein schöner Name für „Gott“.

Glaube ich an Hedonismus so glaube ich nicht zwingend an die damit einhergehende Verschwendung natürlicher Ressourcen. Ist nicht die Gier die uns treibt das ewige Verlangen nach den Möglichkeiten unserer Zeit? Leider ist eine Wahrheitsfindung im Bereich dieses Polylemmas nicht möglich.

Möchte ich als Mensch westlicher Hemisphäre meinen Gemütszustand durch einen Flug nach Äquantorial Guinea erhöhen, heisst das im Umkehrschluss, dass sich der Gemütszustand  eines Großteils der Überflogenen Menschen senken wird, da sie im Moment des Anblicks des Flugzeugs daran erinnert werden, nie annähernd im Bereich des Möglichen Erwerbs eines Tickets zu gelangen.

Abwägungen sind anzustellen. Jedoch sind auch nachhaltige Konsumoptionen teil jener Überlegung. Bedingt durch persönliche Präferenzen und Konsumverhalten rufen verschiedene Konsumgüter verschiedene Bedürfnisbefriedigungen auf. Aber gibt es einen Menschen der an keiner Einzigen der zahlreichen gesundheitsschadenden Konsummöglichkeiten Freude empfindet?

Das diese ein Leben deutlich verkürzen können ist allgemein bekannt, jedoch befasst sich die Überlegung der von mir gegründeten Präsentologie mit der Frage „Kann mir ein bestimmter Betrag an Freude, welchen ich im Jetzt verspüre aber mein Leben um einen rein hypotetischen Betrag an Minuten verkürzt mehr an Lebenswert bringen als auf ihn zu verzichten?

 

Aufgrund der Annahme des sich andauernden Verfalls – sowohl der materiellen Erde als auch des moralischen Gedankenpools derer Bewohner mag die Frage nicht schwierig zu lösen erscheinen, denn es erscheint mir aus meiner Sichtweise keine annehmbare Wahrscheinlichkeit für die gegenteilige Entwicklung zu geben.

 

Be loud. Be umgefragt!

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Kurz um und ohne große Worte möchte ich euch auf eine aktuell laufende Umfrage hinweisen!

Unter beloud.de/umfrage wird aktuell für eine Studienarbeit eine Umfrage erhoben. Dies dient für ein wissenschaftliches  Projekt und natürlich für eine gute Note der jeweiligen Sutdentin 😉

Fühlt euch frei und eingeladen diese Umfrage durchzuführen – es ist völlig anonym!

(Für die technisches unter euch: Die Umfrage kann auch nur über HTTPS erfolgen 😉

 

Haut rein und macht uns glücklich!